Energetische Sanierung und Erweiterung des Rathauses Baesweiler
Rathaus, Sanierung, Erweiterung
Stadt Baesweiler
Baesweiler (DE)
Gebaut
2025
HDK Dutt+Kist GmbH, Saarbrücken
Rittgen, Trier
3.900 m2
4.750 m2
18.450 m3
Jörg Hempel
Mit der Sanierung und Erweiterung des Rathauses Baesweiler wurde in einem städtebaulich heterogenen Umfeld nicht nur ein neuer zentraler Verwaltungsstandort geschaffen, in dem die bisherigen Standorte Baesweiler und Setterich zusammengeführt sind, sondern zugleich eine neue Bürgermitte für die Stadt etabliert.
Das bestehende Rathausgebäude aus den 1970er Jahren wurde in ein gesamtheitliches architektonisches Konzept integriert und durch zwei kompakte, effiziente und nachhaltige Neubauvolumen ergänzt, die über ein transparentes Foyer miteinander verbunden sind. Die städtebauliche Neuordnung verleiht dem Rathaus eine klare Adresse und schafft hochwertige Außenräume mit Plätzen, Blickbeziehungen und neuen räumlichen Qualitäten im Stadtraum von Baesweiler.
Die Organisation des Gebäudes als Zweibund mit zentraler Halle ermöglicht eine effiziente Umsetzung des Raumprogramms sowie eine hohe Flexibilität im Hinblick auf sich wandelnde Anforderungen an Arbeitsplätze und Verwaltungsstrukturen.
Die zentrale Halle mit der großzügigen Freitreppe bildet das räumliche und funktionale Herz des Rathauses. Sie fungiert als Hauptverteiler des Gebäudes und beherbergt im Erdgeschoss den Infobereich für Bürgerinnen und Bürger. Darüber hinaus bietet sie Raum für Begegnungen im täglichen Betrieb sowie für Veranstaltungen wie Ausstellungen und Sitzungen im kleinen und großen Saal.
Die giebelseitig perforierte Klinkerfassade, hinter der sich eine verglaste Ebene als thermische Trennung befindet, erzeugt in den Abendstunden ein lebendiges Lichtspiel auf dem Rathausplatz und lässt die Nutzung des großen Saales nach außen sichtbar werden. In diesem Fassadenbereich wurden auch die Glaskunstfenster aus dem ehemaligen Sitzungssaal integriert und haben im neuen Rathaus einen angemessenen und sichtbaren Platz erhalten.
Die Freiräume umfließen den Rathauskomplex und bilden klar differenzierte, gut ablesbare Außenräume. Am nördlichen Rand wurde eine neue Verbindung zwischen der Innenstadt und dem angrenzenden Landschaftsraum realisiert. Der ruhende Verkehr wird hier vollständig mit 42 Stellplätzen aufgenommen. Eine intensive Durchgrünung sowie ein leicht geschwungener Fußweg, der die Wegeführung des Volksparks aufnimmt, minimieren den Parkplatzcharakter. Der neue Rathausplatz öffnet sich von der Aachener Straße als großzügige, offene Fläche und präsentiert das Rathaus als markanten Anlaufpunkt im Stadtgefüge von Baesweiler.
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